Beteiligungs-Portfolio für mehr Sicherheit
Geschlossene Beteiligungen wie Private-Equity-Fonds, Wasserfonds, Immobilienfonds, Gas- und Ölfonds, Waldfonds, Solarfonds, Windfonds und andere geschlossene Fonds versprechen auch “Normalanlegern” eine hohe, oft zweistellige Rendite abseits der Börsenmärkte.
Risikobetrachtung des Einzelfonds im Vergleich zum Beteiligungsportfolio
Allerdings sind geschlossene Fonds oder Beteiligungen per se mit einem gewissen Risiko behaftet. Allein aus dem unternehmerischen Risiko resultiert im worst case auch ein Totalverlustrisiko.
Hier kommt nun der Portfolioansatz zum Tragen. Das Risiko eines Beteiligungsfonds als Einzelinvestment ist entsprechend hoch. Gefahrenpotentiale liegen im Fondsobjekt, im Marktsegment des Fonds, in politischen, steuerrechtlichen und währungsrelvanten Rahmenbedingungen und nicht zu letzt beim Fondsmanagement und seinen Entscheidungen. Investiert man statt eines größeren Betrages in nur einen Fonds mehrere kleinere Beträge in mehrere Fonds unterschiedlicher Themen und Märkten von verschiedenen Anbietern, kann man das Risiko des Gesamtportfolios auf ein vertretbares Maß verringern.
Eine alte Anlageweisheit sagt: “Nicht alle Eier in einen Korb legen!”
Investiert man statt einer großen Summe in nur einen Fonds mehrere kleinere Beträge in unterschiedliche geschlossene Beteiligungen mit verschiedenen Anlageschwerpunkten, so sinkt die statistische Verlustwahrscheinlichkeit für das Gesamtportfolio signifikant.
Die Mindestanlagesummen bei Beteiligungsfonds betragen meist zwischen 10.000 Euro und in Ausnahmen auch 25.000 Euro. Für eine Diversifikation im Sinne eines Anlageportfolios gibt es zwei Vorgehensweisen.
Sicherheit von Beginn an oder im Zeitverlauf ansteigend
Der beste Weg ist sicher ab einer Anlagesumme von mindestens 30.000€ (besser 50.000€) zu beschreiten. So kann mit einem Startportfolio von 3 (bzw. 5) Beteiligungen begonnen werden. Je höher die Anlagesumme, desto breiter das realisierbare Portfolio und desto geringer das statistische Totalverlustrisiko.
Der zweite Weg hin zu mehr Sicherheit im Anlagemix führt über eine regelmäßige Erweiterung des Anlageportfolios. Hierbei werden unabhängig vom Verlauf der bereits getätigten Anlage(n) über die Jahre immer weitere Fonds dem Portfolio zugeführt. Eine stete Ergänzung des Portfolios verbessert auch das Chancen-Risiko-Verhältnis beim Weg 1.
Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel mit 6 verschiedenen Beteiligungsfonds.
Im Vergleich zu einer Geldanlage in Tages- oder Festgeld oder Bundesanleihen kann sich ein solches Beteiligungsportfolio in punkto Rendite absolut sehen lassen.

Die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit für das gesamte Anlageportfolio geht mit wachsender Fondsanzahl gegen Null. Aber im Beispiel führt selbst ein Ausfall von bis zu 50% der Investments immer noch zu einem besseren Anlageergebnis als die Geldanlage in Tages- oder Festgeld.
Sensitivitätsanalyse
Diversifizierte Beteiligungsportfolios stecken mögliche Ausfälle von Einzelinvestments aufgrund ihrer höheren Rendite leicht weg.
Oben der äusserst unwahrscheinliche Fall, dass 3 Investments einen Totalverlust erleiden und die übrigen 3 eine um 1 Prozent schlechtere Rendite erwirtschaften. Unten der Totalverlust von 2 Investments und eine um 3 Prozent schlechtere Rendite der übrigen 4 Beteiligungen.

In beiden Fällen ist das Ergebnis immer noch besser als bei der "sicheren" Geldanlage!
Und läuft alles optimal, dann ist auch noch mehr drin...

Für die Modellrechnung wurden eher konservative Annahmen getroffen. Die für die Geldanlage zugrunde gelegte Rendite von 3 Prozent ist aktuell kaum am Markt zu realisieren. Unberücksichtig bleiben die Abgeltungssteuer auf Zinserträge von 25% und die aktuelle Inflationsrate von 2 Prozent. Dagegen liegt die unterstellte Rendite von 9 Prozent für das Beteiligungsportfolio eher im unteren bis mittleren Renditebereich von geschlossenen Fonds. Viele Fonds wie Wasserfonds, Private-Equity-Fonds und Wohnimmobilienfonds kalkulieren mit einer Rendite oberhalb von 10 Prozent und haben dies in der Vergangenheit geschaft.
Fazit
Wenn man mehrere Beteiligungen unterschiedlicher Thematik sinnvoll zu einem Portfolio zusammenführt, lassen sich sehr ordentliche Renditen mit einer statistisch hohen Sicherheit erzielen. Je breiter das Beteiligungsportfolio, desto besser. Für die laufende Wiederanlage der Ausschüttungen gibt es viele Möglichkeiten bis hin zu ratierlich besparbaren Fonds und Goldsparplänen.
Und Sachwerte sind vor dem Hintergrund von Euro-Schwäche und drohender Inflation eine bessere Anlageform als Geldwerte.