Beteiligung an Schiffsfonds
Vorteile von geschlossenen Beteiligungen in Schiffe
Bei Schiffsfonds oder geschlossenen Beteiligungen in Schiffe tätigt der Anleger eine anteilige Direktinvestition in Schiffe. Dabei tritt der Anleger in Höhe seiner Beteiligungseinlage als Kommanditisten einer Kommanditgesellschaft bei, die dann ein oder mehrere Schiffe erwirbt, um diese an Reedereien zu verchartern.
Deutsche Anleger investierten in den letzten Jahren Eigenkapital in einer Größenordnung von 500T€ bis 1 Mio. Euro pro Jahr in den Bau neuer Schiffe. Dies waren überwiegend Containerschiffe, Bulker (Massengutschiffe) und Tanker. Aber auch Spezialschiffe und Kreuzfahrtschiffe. Im Schnitt wurde diese Summe um rund 30% Fremdkapital erhöht.
Erlöse aus Chartereinnahmen
Die Chartereinnahmen fließen dann der Fonds-Kommanditgesellschaft als Eigentümer zu. Die Fondsgesellschaft schüttet dann die Überschüsse nach Abzug von Verwaltungskosten, Managementkosten unter unter Berücksichtigung von Zins und Tilgung bei Fremdkapitalfinanzierung wird dieser Ertrag dann an die Anleger aus.
Da die Charterraten stark von der weltweiten Konjunktur und damit von Angebot an Frachtgütern und der Anzahl der verfügbaren Schiffe abhängen, kann es natürlich auch zeitliche Phasen geben, in denen die Erlöse sinken. Dies kann auch so weit gehen, dass der Schiffsfonds Verluste einfährt.
Varianten für die geschlossene Schiff-Beteiligung
Die geschlossene Schiff-Beteiligung gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Es gibt Schiffsfonds, die nur in ein Schiff investieren und solche, die in mehrere Schiffe investieren, sogenannte Flottenfonds. Flottenfonds haben den Vorteil, dass sich die Erlösstruktur des Fonds auf unterschiedliche Schiffe verteilt, dadurch sinkt das Risiko bei schwankenden Charterraten.
Es gibt Fonds auf Containerschiffe, Massengutschiffe, auch Bulker genannt, Produktentanker für ein oder auch mehrere Produkte, Kreuzfahrtschiffe für See oder Fluß und Spezialschiffe wie Versorgungs- und Ausrüsstungsschiffe.
Geschlossene Schiffsbeteiligung weisen besondere steuerliche Vorteile auf
Die Erträge werden durch Chartereinnahmen generiert. Hier kommt nun eine deutsche Besonderheit in Spiel: die Tonnagesteuer. Die Tonnagesteuer stammt aus dem Jahr 1998 und wurde zur Förderung des Schiffahrtsstandortes Deutschland einführt. Sie keine Steuer im eigentlichen Sinne sondern orientiert pauschal an der Größe eines Schiffes. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Management und der Schiffsreeder in Deutschland beheimatet sind.
Durch die sehr geringe Tonnagesteuer entstehen steuerliche Vorteile. Allerdings ist der Pauschalbetrag auch abzuführen, wenn das Schiff keinen Gewinn einfährt.